London

Wie jeder weiß, der schon mal in einen Billigflieger eingestiegen ist, liegt an der Themse so etwas wie die heimliche Hauptstadt der Welt. Obwohl: Eigentlich ist London ja gar keine Stadt, sondern mehrere. Als da wären (ohne Vollständigkeit): die City, das Bankenzentrum mit seinen hektisch wuselnden Krawattenträgern; der nach wie vor ziemlich hippe, nach wie vor stilvoll abgewrackte Osten rund um Shoreditch und Hoxton; der karibische geprägte Süden; Notting Hill, sentimentales Zentrum Londons und Lieblingsspielplatz der osteuropäischen Schickeria; das ziemlich außerirdische Canary Wharf auf den alten Docklands. And. So. On.
Und wie jeder weiß, der schon mal versucht hat, sich das alles an einem einzigen Wochenende einzuverleiben, kann man sich all das niemals an nur einem Wochenende einverleiben. So schnell es auch sein mag (und es ist sehr schnell!): London braucht Zeit. Zeit, um sich eben nicht nur von der Tate Modern umwerfen zu lassen, sondern auch von der nicht weniger interessanten Whitechapel Gallery. Zeit, nicht nur am Flohmarkt in Camden übers Ohr gehauen zu werden, sondern auch mal ein Schnäppchen am Spitalfields Market zu jagen. Zeit, sein Geld nicht nur in der Edelkonservenabteilung von Harrods zu verschleudern, sondern, zum Beispiel, auch in Sohos überirdischem Dim-Sum- und Teegebäcktempel Yauatcha. Und danach kann man ja damit anfangen, die Stadt langsam richtig zu entdecken.


United Kingdom

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